Podologe/Podologin
Podologe/Podologin Ein Gesundheitsfachberuf mit Zukunft
Frühling
Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.

Heilmittelverbände positionieren sich einheitlich zur Mitarbeit im Gemeinsamen Bundesausschuss

Presse

Vertreter von Atem-, Sprach-, Sprech- und Stimmlehren sowie Ergotherapeuten, Logopäden, Masseuren und medizinischen Bademeistern, Physiotherapeuten, Podologen sind sich einig: Zur Optimierung der therapeutischen Patientenversorgung in Deutschland muss die Expertise der therapeutischen Gesundheitsberufe stärker als bislang politisch verankert sein – und zwar auch über das bestehende Anhörungsrecht im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hinaus.

Köln, 6. Juli 2018: Am 4. Juli 2018 haben sich erstmals Vertreter von  neun Berufsverbänden der Heilmittelbranche in Berlin getroffen. Große Einigkeit herrschte darüber, welche politischen Schritte zur Sicherung der therapeutischen Patientenversorgung in Deutschland erforderlich sind. Denn: Das Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) vom 11. April 2017 war ein wichtiger erster Schritt, aber weitere müssen folgen, um dem Fachkräftemangel in den Therapieberufen entgegenzuwirken. In kontinuierlichen Gesprächen mit Politikern und Entscheidern in der Gesundheitspolitik sowie in verbandsübergreifenden Aktionen geht es um bessere Vergütung, kostenfreie Ausbildungen und Novellierung der Berufsgesetze sowie um größere therapeutische Entscheidungsfreiheit bis hin zum Direktzugang.

Die anwesenden Verbände dba, dbl, dbs, DVE, IFK, LOGO Deutschland, PHYSIO-DEUTSCHLAND, VPT und ZFD gehen aber noch einen Schritt weiter und fordern von der Politik eine Zusammenarbeit im G-BA auf Augenhöhe. Diese Forderung knüpft an eine öffentliche Äußerung von Prof. Josef Hecken, dem Unabhängigen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), an, der sich vorstellen kann, „die wachsende Bedeutung der Heilmittelerbringer in irgendeiner Form im G-BA abzubilden“.

Fest steht: Mit dem demografischen Wandel steigt der Bedarf an Heilmitteltherapie weiter. Das erfordert eine sachgemäße und bestmögliche Anpassung der Patientenversorgung an die jeweiligen Anforderungen. Dafür bedarf es einer „bedarfsgerechten Steuerung der Gesundheitsversorgung“ - wie aktuell auch der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklungen im Gesundheitswesen in seinem neuen Gutachten feststellt. Im Fokus steht das Patientenwohl. Eine stärker politisch verankerte Einbeziehung der Therapeuten in die Entscheidungsfindung kann hier nur von Vorteil sein.

Heilmittelverbände setzen ihre Zusammenarbeit fort
 
Im Herbst 2018 wird es das zweite verbandsübergreifende Treffen geben.

Darüber hinaus findet am 27. September 2018 der 1. Therapiegipfel des SHV mit den politischen Entscheidern in Berlin statt, zu dem alle, auch die nicht in der SHV-organisierten, Heilmittelverbände geladen sind.   

Kontakt:
Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) e.V.
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Telefax +49 (0) 221 98 10 27 – 24
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