Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.

Ein weiterer Erfolgsschritt für die Podologie!

News

Der GB-A (Gemeinsamer Bundesausschuss) hat zum 01.07.2020 die Möglichkeit der Erweiterung der podologischen Therapie für neue Patienten bzw. Indikationsgruppen beschlossen.

Viele von Ihnen sind irritiert, warum keine ICD-10-Codes vorliegen. 

Viele Patienten profitieren von den neuen Möglichkeiten. Dies sind in Deutschland ca. 108.000 Querschnittspatienten und ca. 94.000 Patienten mit neurologischen Schäden der unteren Extremitäten außerhalb des DFS. 

Sie als Behandler haben die Prüfpflicht und verständlicherweise Angst vor Regress.  

Wenn allerdings die GKV keine Einschränkungen veröffentlicht, kann sie auch nicht absetzen. 

Dies würde sich widersprechen. Die GKV hat (auf Nachfrage) keine ICD-10-Codes parat und möchte den Ärzten auch keine Diagnosen vorschreiben. 

Was also tun Sie in Ihrer Praxis ab 01.07.2020?  

Anleitung: Indikationsschlüssel + Diagnose wie folgt: 

Der Indikationsschlüssel besteht aus drei Buchstaben, z.B. NF- c und der Leitsymptomatik.  

Welche Diagnose/Leitsymptomatik wird als Beispiel genannt? 

Bei Neuropathie – NF - 

·         hereditärer sensibler und autonomer Neuropathie  

·         systemischen Autoimmunerkrankungen  

·         Kollagenosen  

·         toxischer Neuropathie  

Bei Querschnitt - QF - 

·         Spina bifida  

·         chronische Myelitis  

·         Syringomyelie  

·         traumatisch bedingten Schädigungen des Rückenmarks  

WORAUF MÜSSEN SIE ACHTEN? 

Auf den Verordnungen für die erweiterten Indikationen muss der Indikationsschlüssen NF oder QF angegeben sein zuzüglich des Buchstabens für die Leitsymptomatik, zusätzlich muss die Diagnose Neuropathie in irgendeiner Form (Text oder ICD-10 Code) erwähnt sein. 

Sollten Sie trotz Angabe des korrekten Indikationsschlüssels eine Absetzung bekommen, wenden Sie sich bitte an uns!