Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.

Corona-Info
Lieferengpässe bei Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln für podologische Praxen

News

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Anlass unseres heutigen Schreibens sind verzweifelte Anrufe unserer Mitglieder, welche aufgrund der Corona Epidemie von Lieferengpässen bei Bestellungen von Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln berichten.
Podologische Praxen sind Bestandteil des Gesundheitssystems und leisten einen wichtigen Beitrag
zur Versorgung der Patienten, insbesondere mit erhöhtem Risiko für Folgeerkrankungen. Sie
unterliegen in der Ausübung ihrer Tätigkeit den strengen Hygiene-Richtlinien des Robert-Koch-Instituts, dem Infektionsschutzgesetz, dem Medizinproduktegesetz und der Medizinproduktebetreiberverordnung. Zudem haben podologische Praxen mit Kassenzulassung einen Versorgungsauftrag im System der gesetzlichen Krankenkassen und sind verpflichtet, diesen umzusetzen.
Im Gegensatz zu podologischen Praxen werden von den vorgenannten Regelungen auf Körperpflege
und Ästhetik beschränkte Einrichtungen, bspw. Kosmetik-, Nageldesign- und Fußpflegestudios, nicht umfasst.
Für den Fall, dass podologische Praxen ihre Hygienemaßnahmen mangels Schutzausrüstung und Desinfektionsmitteln nicht mehr aufrechterhalten können, müssen diese ohne Anspruch auf Ersatzoder Ausgleichsleistungen schließen.
Es ist für uns verständlich, dass auch Sie sich in dieser Ausnahmesituation mit Produktions- und Lieferschwierigkeiten auseinandersetzen müssen. Wir, die drei maßgeblichen Podologieverbände, möchten Sie dennoch höflich bitten, zur Aufrechterhaltung der Versorgung die Bestellungen von podologischen Praxen, ggf. auch rationiert, gegenüber nicht im Gesundheitswesen angegliederten Einrichtungen vorrangig zu berücksichtigen.

Freundliche Grüße,

Bundesverband für Verband Deutscher Deutscher - Jeannette Polster - 1. Vorsitzende

Verband deutscher Podologen (VDP) e.V. - Volker Pfersich - 1. Bundesvorsitzender

Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V. - Ruth Trenkler - Präsidentin