Podologe/Podologin
Podologe/Podologin Ein Gesundheitsfachberuf mit Zukunft
Frühling
Deutscher Verband für Podologie (ZFD) e.V.

Beihilfesätze für podologische Leistungen sollen in zwei Stufen deutlich steigen - Aufnahme der Nagelspangentherapie als beihilfefähige Leistung

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Mit der Achten Änderung zur Bundesbeihilfeverordnung sollen die beihilfefähigen Höchstsätze in zwei Stufen um mehr als 30% erhöht und die Leistungsbeschreibung für podologische Therapie um die Nagelspangenbehandlung erweitert werden.

Darauf verständigte sich die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft für Beihilferecht, deren Beratungsergebnis inzwischen in einem Referentenentwurf dem Bundesministerium des Inneren vorliegt.

Neben der Anpassung der beihilfefähigen Höchstpreise für podologische Grundleistungen ist die Aufnahme von drei Spangenarten in die beihilfefähigen Leistungen ein wichtiger und weiterer Schritt zur Aufwertung und Anerkennung der podologsichen Therapie. In den Begründungen der Arbeitsgemeinschaft heißt es hierzu:

„Aufgrund dessen, dass eine Nagelkorrekturspange nur von einer Podologin oder einem Podologen oder von einer Ärztin oder von einem Arzt angebracht werden kann, handelt es sich hierbei um kein eigenständiges Hilfsmittel. Die Aufwendungen einer Nagelkorrekturspange ist entweder Bestandteil der Leistung nach Anlage 9 (Höchstbeträge für Heilmittel) oder wird von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt in Rechnung gestellt.“

Und weiter: „Ein Ausschluss einer Nagelspange ist nicht gerechtfertigt. Eine Nagelkorrekturspange … ist eine medizinische Apparatur, mit der Fehlstellungen von Finger- bzw. Zehennägeln korrigiert werden, um das Einwachsen der Nägel zu verhindern. Die Behandlung erfolgt meist durch Podologen … Operationen wie beispielsweise eine Nagelkeilexzision können so vermieden werden.“

Wie heißt es so schön: „Steter Tropfen höhlt den Stein“ – mit ausführlichen Stellungnahmen zu den Aufwendungen der podologischen Therapie, den Leistungspositionen, den Zeitfaktoren und Musterkalkulationen hat sich podo deutschland  intensiv für  dieses Ergebnis eingesetzt.

Inwieweit sich die Bundesländer dem Vorschlag für ihre Landesbeamten anschließen, ist derzeit noch nicht bekannt.